Zu alt, zu langsam, zu wenig digital-affin
22. Juli 2026

50 ist eine magische Schwelle. Plötzlich gilt man als "alt".

50 ist eine magische Schwelle. Plötzlich gilt man als „alt“.

Falls du selbst „Zielgruppe“ bist, hat dich dieser Umstand vielleicht auch kalt erwischt. Man erlebt es gar nicht so krass, aber es tritt der sogenannte „Instant Aging-Effekt“ ein – und plötzlich gilt man am Arbeitsmarkt als „alt“.

Instant Aging-Effekt und hinderliche Vorurteile machen das Leben schwer

Dazu kommen allgemeine Vorurteile: vielleicht krank, vielleicht nicht flexibel genug, vielleicht zu teuer…..

Die eigenen Ängste und hinderlichen Gedanken, die Vorurteile und gesellschaftlichen Narrative – und aus diesem Cocktail entstehen real erlebte Benachteiligungen im Arbeitsleben. Ganz besonders bei der Jobsuche.

Eine 55jährige arbeitslose Marketing-Expertin berichtete über ihre Erfahrungen: 220 Bewerbungen geschrieben, 10 % führen zu einem Bewerbungsgespräch, 15 % gleich Absagen, der Rest ist ohne Feedback. Sie sucht seit einem Jahr und 4 Monaten nach einem neuen Job. Sie ist zu Recht frustriert. (ORF Report, 7.Juli 2026)

Natürlich macht sie sich Gedanken: „Habe ich im Lebenslauf was falsch gemacht? Oder liegt es an meinem Alter? Muss ich mich total neu erfinden?“

Leider habe ich schon öfter erlebt, dass Menschen mit solchen Erfahrungen in die Beratung kommen und sehr frustriert sind – verständlicherweise!

Hier müssen wir genau hinschauen, welche Handlungsmöglichkeiten bestehen:

  • 90% von 220 Bewerbungen (= 198!) die nicht funktionieren: was können und müssen wir da ändern?
  • 10 % = 22 Bewerbungsgespräche, in denen sich die Bewerberin im Interview nicht erfolgreich durchsetzen konnte: was fehlt der Bewerberin in dieser entscheidenden Situation? Und wie kann sie sich darauf besser vorbereiten?

Ich möchte ganz offen sein: es ist Tatsache, dass man nicht jeden Job bekommen wird können, auf den man sich bewirbt. Manchmal passen andere Personen einfach besser auf das gesuchte Profil.

Was tun, um die Performance zu steigern?

Aber wir können die Bewerbungs-Performance jeder einzelnen Person so steigern, dass Qualität statt Quantität letztlich zum verdienten Erfolg führt!

Das ist mein ganz persönlicher Anspruch in jeder Beratung, die ich durchführe.