Das wichtigste zuerst: auf deinen nächsten Schritt kommt es an!
„Ich war noch nie arbeitslos und möchte das auch jetzt unbedingt vermeiden. Ich bin zwar noch bis Jahresende angestellt, aber ich habe sofort begonnen, mich zu bewerben. Bisher nur Absagen.”
Thomas habe ich im Rahmen seines Outplacement-Coachings kennengelernt, kurz nachdem er aus seiner Funktion ausgeschieden ist. Es war Mai – bis Dezember also noch viel Zeit.
Trotzdem wollte er sofort Bewerbungen verschicken. Noch bevor wir überhaupt gestartet hatten.
𝗨𝗻𝗮𝘂𝘀𝗴𝗲𝗴𝗼𝗿𝗲𝗻𝗲𝗿 𝗔𝗸𝘁𝗶𝗼𝗻𝗶𝘀𝗺𝘂𝘀.
So nenne ich das. Für Thomas fühlte sich Aktivität wie Kontrolle an. Es ist ein verständliches Mittel gegen Angst und Unsicherheit, aber nicht zielführend.
Denn die Zeit war noch nicht reif. Ihm fehlten schlicht die Tools und das Know-how für eine Bewerbung mit echten Erfolgsaussichten.
𝗗𝗮𝘀 𝘂𝗻𝘁𝗲𝗿𝘀𝗰𝗵𝗮̈𝘁𝘇𝘁𝗲 𝗣𝗿𝗼𝗯𝗹𝗲𝗺
Die wenigsten Menschen sind Bewerbungsexpert:innen, auch wenn sie das von sich selbst erwarten. Viele haben jahrzehntelang keine Bewerbung geschrieben. Manche noch nie.
Selbst erfahrene Marketing-Profis scheitern am eigenen Selbstmarketing. Dazu kommen technische Fragen, allen voran der Umgang mit KI, die zusätzlich verunsichern.
𝗪𝗮𝘀 𝗮𝗹𝘀𝗼 𝗶𝘀𝘁 𝘄𝗶𝗿𝗸𝗹𝗶𝗰𝗵 𝗱𝗲𝗿 𝗻𝗮̈𝗰𝗵𝘀𝘁𝗲 𝗦𝗰𝗵𝗿𝗶𝘁𝘁?
Eine ehrliche Standortbestimmung, also Bilanz ziehen: Was ist gut gelaufen? Was nicht? Wovon willst du künftig mehr? Was gilt es zu vermeiden? Auf welche Erfolge blickst du zurück?
Aus meiner Erfahrung ist die Erfolgsanalyse meistens der Game-Changer. Menschen finden zurück zu ihren Ressourcen und zu ihrer Power.
Thomas hat es sofort gespürt: „An diese Erfahrungen habe ich mich schon lange nicht mehr erinnert. Das tut richtig gut.”
Von hier aus geht es weiter. Mit Substanz statt Aktionismus.
Wie gehst du mit dem Impuls um, “einfach irgendetwas zu tun”, wenn Unsicherheit aufkommt? Schreib’s in die Kommentare oder sende mir ein Email!
