Keine Angst vor KI-Tools im Recruiting
22. Juli 2026

Viele Bewerber:innen fürchten sich davor, von der KI aussortiert zu werden und keine Chance auf den Job zu haben. Diese Angst ist unbegründet, wenn man die wichtigsten Regeln beachtet!

Kürzlich habe ich von Christina berichtet. Sie hat die Performance ihres Bewerbungsprozesses sehr gesteigert. Aus 8 versendeten Bewerbungen kamen 6 Einladungen zu Erstgesprächen, 1 Absage und ein Feedback ist noch ausständig.

Ich freue mich immer, wenn meine Klient:innen solche Erfahrungen machen: die Bewerbung landet auf dem „Ja-Stapel“ des Recruiters, der Recruiterin. „Ja, die schaue ich mir genauer an!“

Das ist exakt das erste Ziel, das wir mit einer Bewerbung verfolgen. Das Interesse der rekrutierenden Person zu wecken, obwohl sich diese der Statistik zufolge nur 7 bis 10 Sekunden Zeit nimmt für den ersten Check.

Erfolgreich Bewerben

Wie schaffen wir das? Das ist meistens das erste „Aha-Erlebnis“, das meine Klient:innen haben. Das Erfolgsrezept hat viel weniger mit ihrem jeweiligen Profil zu tun, als sie denken.

Und die Methode, die ich hier in 16 Jahren als absolute Erfolgsstrategie entwickelt habe, eignet sich ganz genau so, um KI-Tools zu überlisten und gleichzeitig nicht komplett die eigene Persönlichkeit aus den Augen zu verlieren.

Viele Unternehmen verwenden mittlerweile ATS – Application Tracking Systems, um ein strukturiertes Bewerber:innen-Management zu betreiben. Dabei ist auch jeweils eine übersichtliche KI-basierte Vor-Selektion der Bewerber:innen möglich.

Dein perfekter Lebenslauf

Andererseits haben Bewerber:innen heute die Möglichkeit, ihren CV mittels KI-Tools zu optimieren, sodass es leichter möglich sein sollte, vor den ATS Systemen als passende/r Bewerber:in durchzukommen. Aber leider leidet dabei oft die persönliche Note.

Viele Recruiter von großen Organisationen „beschweren“ sich bereits, dass die einlangenden Bewerbungen nun so perfekt optimiert sind, dass wiederum keine einfache Auswahl möglich ist.

Wasser, Wasser, walle. Die Geister die ich rief, die werd‘ ich nun nicht los

Einerseits bin ich sehr froh, dass wir jetzt Technologie zur Verfügung haben, die es vielen Menschen leichter macht, gute Dokumente und passende Texte zu erstellen. Es ist nämlich nicht fair, wenn man berufliche Nachteile erleidet, nur weil man über seine Kompetenzen nicht so geschliffen schreiben kann.

Andererseits verlieren wir durch diesen seelenlosen Einheitsbrei oft die Relevanz der Inhalte.

Es ist trotz KI meistens nicht möglich, einen guten Text zu verfassen, wenn man sich in der Materie nicht auskennt. In Social Media können wir in der täglichen Flut der geistlosen, gleichförmigen Postings das Resultat sehen: in der Menge geht das Relevante verloren und am Ende ist alles nichts wert.

Bei den Bewerbungen ist das genauso wichtig: Die Person muss selbst erkennen, worauf es bei einer guten Bewerbung ankommt, Wir holen die richtigen Stories aus der eigenen Biografie raus. Da geht es nicht nur um formale Qualifikationen und Zuständigkeiten. Es ist die persönliche Erfolgsgeschichte, die du erzählst!

Es nützt dir der coolste CV nichts, wenn du die Story, die er erzählt, nicht authentisch präsentieren kannst. Beim Aufbau einer authentischen Erfolgshaltung müssen wir meistens ein bisschen graben und motivierende Beispiele finden.

In meiner langjährigen Erfahrung bestätigt sich das immer wieder, dass das Bewusstmachen dieser eigenen Erfolgsbeispiele der eigentliche Game-Changer ist. Dabei hilft die KI (noch) nicht!