Jobverlust. Was nun?
3. Juli 2026

Zur Zeit sind viele Menschen von Jobverlust betroffen. Der Sommer gilt als "Saure Gurkenzeit" für die Jobsuche. Aber die Betroffenen können die Zeit gut nutzen, um sich richtig fit zu machen für den Herbst mit neuen Möglichkeiten!

Aktuell wie schon lange nicht.

Meine Klientin Christina war letzte Woche völlig begeistert und sehr gut drauf. „Ich habe 8 Bewerbungen weggeschickt, 6 Einladungen zu Kennenlerngesprächen sind noch in derselben Woche in meiner Inbox gelandet. Mit so einem Feedback habe ich nicht gerechnet!“

Ich begleite Christina seit 6 Wochen in ihrer beruflichen Neuorientierung nach einem schwierigen Job-Verlust. Sie hatte bereits eine längere schwere Zeit in ihrem alten Job hinter sich. Und obwohl sie sehr gekämpft hat, war der Jobverlust unausweichlich.

Ich erlebe das leider sehr oft, dass Menschen nach so einer Phase richtiggehend traumatisiert sind. Und trotzdem versuchen viele sich dann nicht gehen zu lassen und sofort aktiv zu werden. Nur nicht arbeitslos sein, nur keine Schwäche zeigen.

Das ist zutiefst verständlich und dieser Aktionismus hilft manchen dabei, nicht gleich in ein gefürchtetes Loch reinzufallen.

Aber leider bringt dieser unausgegorene Aktionismus meistens nur Absagen. Die negativen Beliefs werden erfüllt: „Ich habe den Makel des Rauswurfs an mir kleben, … mich will eh keiner mehr, ….. ich bin schon so alt….“

Christina hatte auch sofort begonnen, sich zu bewerben. Und leider nur Absagen bekommen. Nicht mal Einladungen zu Jobs, auf die sie perfekt gepasst hätte. Das erscheint dann wie ein Hohn. Und wie ein unerklärliches Mysterium, bedient es die eigenen negativen Erwartungen.

Auf Empfehlung einer Freundin ist Christina dann bei mir gelandet. Ich konnte ihr dabei helfen, sich wieder völlig zu fangen und in ihre Ressourcen zu gehen.

Und dann war es auch viel einfacher möglich, gemeinsam eine gute „Selbstmarketing-Strategie“ zu entwickeln. Mit dieser Haltung von innerer Stärke und erprobten Strategien gelingt es ihr wieder, bei ihren Kompetenzen und Erfolgen anzudocken und selbstbewusst aufzutreten.

Wenn ich über meinen Job rede, bin ich oft ambivalent: einerseits wirkt das, was wir da machen, so natürlich und einfach. Coaching für Bewerbungsprozesse klingt nicht nach Rocket-Science. Ist es vielleicht auch nicht. Aber wenn es gut gemacht wird, macht es einen riesigen Unterschied im Leben der Menschen, die von Jobverlust oder Jobwechsel betroffen sind.

Der Lebenslauf ist das eine, das Storytelling ist das andere. Und besondere Bedeutung hat für mich die innere Haltung: Wir machen Frieden mit der Situation und graben die eigene Erfolgsgeschichte aus.

Viele Menschen sind erstaunt, wenn sie das erste Mal bewusst wahrnehmen, wie sie sich fühlen, wenn sie Bestleistung erbringen. Und dass das in dieser Situation möglich ist. Sie docken an bei ihren Ressourcen. Es kommt richtig Freude auf, nicht über die Situation, aber vielleicht über die neuen Möglichkeiten.