Return of Love. Die Kennzahl die keiner misst.
7. Mai 2026

Im Teil 1 meiner Serie zur Liebe in allen ihren Facetten geht es um die Liebe im Arbeitsleben und um die Selbstliebe.

In dieser Serie thematisiere ich folgende Aspekte der Liebe:

  1. Liebe im Arbeitsleben = Haltung
  2. Selbstliebe = Verantwortung übernehmen
  3. Liebe und Leidenschaft für die Menschen = Leadership
  4. romantische Liebe = Vertrauen, Fürsorge und Toleranz
  5. Liebe im Herzen = Frieden mit sich und mit anderen

Tabu: Liebe und Arbeit.

Liebe im Zusammenhang mit dem Arbeitsleben hat einen komischen Beigeschmack. Obwohl viele Paare sich im Rahmen der Arbeit kennen und lieben lernen, erscheint der Zusammenhang vordergründig nicht gegeben. Mit Arbeit verbinden wir etwas vernünftig-rationales, die Liebe ist romantisch-emotional.

Auf den ersten Blick also fast ein Widerspruch. In der Arbeit muss man professionell sein, die Liebe ist privat und damit unprofessionell. Also, wenn sich zwei Liebende in der Arbeit gefunden haben, dann müssen sie aber die Liebe zuhause lassen.

Und obwohl wir uns wünschen, dass wir den Sinn in unserer Arbeit empfinden können, dass wir uns mit Kolleg:innen gut verstehen, uns in der Organisation zugehörig fühlen, unsere Werte leben können, Selbstliebe empfinden können, konfliktfrei in Frieden sein können, denken wir oft nicht an den Zusammenhang all dieser Dinge mit der Liebe.

Alles eine Frage der Haltung

Ich meine hier also nicht die romantische Liebe zu einer/mehreren Personen, sondern die Liebe als Haltung.

Ins Coaching kommen Menschen mit unterschiedlichen beruflichen Fragestellungen und Problemen. Manchmal frage ich: „was fehlt dir denn da?“
Und manchmal ist die Antwort: Ich habe die Liebe für meine Arbeit verloren.

Wie schön ist das denn! Wenn wir schon mal erfahren haben, wie wunderbar es ist, wenn man seine Arbeit liebt. Dann können wir uns wieder auf die Suche machen, und den Funken der Liebe wieder entfachen.

Wenn wir die Liebe mal aus dieser Perspektive betrachten, wird es schon viel eingängiger. Manchmal dreht es sich nur um die Worte, die wir wählen. Ob wir Liebe als Gefühl, als Wert, als Bedürfnis, als Leidenschaft oder eben als Haltung im Leben verstehen, macht wenig Unterschied in der Sache.

Und wenn man sich nicht an den Worten aufhängt, dann können wir uns besser auf eine Sicht einigen. Dann können wir Grenzen aufbrechen und dann darf auch die Liebe im Arbeitsleben als Erfolgsfaktor ganz bewusst da sein.

Aus meiner Sicht steht die Liebe auch gar nicht in Konkurrenz zur Macht. Wenn wir den Mut haben, die „Macht der Liebe“ als wichtigsten Treiber von Erfolg, Gesundheit und Glück im Leben zu verstehen, dann würden sich manche toxische Machtmechanismen viel eher tot laufen. Das wäre wirklich cool.

Hidden Champion: Selbstliebe

wenn von Liebe die Rede ist, denken die meisten an romantische Liebe. Je nachdem wo man gerade steht im Leben, erscheint es mit der Liebe manchmal nicht so einfach zu sein. Man sehnt sich nach etwas mehr: mehr partnerschaftliche Liebe, mehr tiefe Beziehungen, mehr Sex, mehr Wertschätzung und Aufmerksamkeit, mehr Liebesbeweise.

Es gibt aber auch diejenigen, die mit der Liebe in ihrem Leben glücklich und zufrieden sind. Gratulation – möge es immer so bleiben!

Nur wenige Menschen denken bei „Liebe“ sofort an Selbstliebe. Ich meine hier natürlich nicht die pathologische, unsympathische oder sogar toxische Selbstverliebtheit, sondern die gesunde innere Beziehung zu uns selbst.

Man sagt so schön: „wenn du dich selbst nicht liebst, wer sonst sollte dich dann lieben?“ Ein wahrer Spruch, aber doch auch „ein bisschen mühsam“, sich um das eigene Glück selbst kümmern zu müssen.
Es ist vielleicht die Sehnsucht, dass jemand anderer kommt und alles für uns regelt. Wie bei einem Kind, das sich einfach auf die Liebe, Fürsorge und Aufmerksamkeit seiner Eltern verlässt. Als erwachsene Menschen müssen wir jedoch die Verantwortung selbst übernehmen.

Verantwortung für die Liebe

Also, die Liebe hat etwas mit Verantwortung zu tun. Verantwortung für dich selbst, deine Beziehung zu dir selbst, deine Selbstliebe. Und für die Beziehungen in deinem Umfeld, in deiner Arbeit, die Liebe zu deiner Arbeit, die Liebe zu den Dingen und zum Leben.

Die Liebe ist die Haltung, das zu leben, was sich für uns stimmig anfühlt. Und für unser eigenes Wohlergehen die Verantwortung zu übernehmen.

Ich selbst weiß auch genau, dass es nicht immer leicht ist, das Stimmige im eigenen Leben zu finden und sich daran auszurichten. Es prasselt so viel auf uns ein. Manchmal entsteht Verwirrung und man muss checken, ob man noch auf der richtigen Spur ist.

Wie geht es dir mit der Selbstfürsorge? Wie gut sorgst du für dich?

Falls du ein Update in Selbstliebe haben willst, melde dich gerne bei mir für ein Coaching oder komm in einen meiner Workshops.